Tokyo – Lost in the Future (1/3)

Schon immer hat mich Japan in vielerlei Hinsicht sehr fasziniert, aber irgendwie hatte sich eine Reise dahin bisher nicht ergeben. Endlich ergab sich durch die SLUSH Tokyo Startup Konferenz die Möglichkeit, die ich natürlich sofort ergriff.

Ganz anders als in Shanghai, gab es kein komplettes Chaos bei der Landung, sondern ich fand mich relativ schnell zurück. Die Fahrt vom Flughafen bis in die Innenstadt zieht sich sehr und so brauchte ich fast 1,5 h bis zum Hotel 1899. Eine tolle Unterkunft, die ich nur weiterempfehlen kann!

Shinjuko

Bei einer 10 Millionen Stadt weiß man gar nicht, wo man mit der Sightseeingtour beginnen soll. Und so entschied ich mich zunächst nach Shinjuko zu fahren. Hier befindet sich u.a. die Memory Lane oder auch Piss Alley genannt – ein keines Viertel mit zig kleinen Restaurants, die meist nicht mehr Platz haben, als für 8-10 Personen. Es duftet überall nach leckeren gegrillten Spießen mit Hühnchen, Aal, Leber oder anderen Köstlichkeiten. Hat man sich gestärkt, so kann man eine Runde durch virtuelle Welten in der VR Zone reisen, Platz an einer der unzähligen Spielautomaten nehmen oder schaut sich Tokyo aus luftiger Höhe im 45. Stockwerk des Tokyo Metropolitan Government Buildung an. Der Eintritt ist übrigens frei. Später geht es für ein paar Drinks nach Shinjuku Golden Gai, ein Areal mit kleinen Gassen und zahlreichen Bars und Clubs. Von diesen Yokochōs gibt unzählige in den jeweiligen Stadtbezirken.

Weiter nördlich und ein Must See ist natürlich der Ueno Onshi Park. Hier kann man fast den ganzen Tag verbringen und durch die verschiedenen Museen schlendern oder einfach nur die Kirschblütenbäume bewundern, die jedoch erst Anfang April blühen.

Direkt daneben liegt der Ameyoko Market mit unzähligen kleinen Shops. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es sich um Ramschware handelt. Im Gegenteil, denn die Geschäfte verkaufen alle hauptsächliche Markenware zu europäischen Preisen.  Weiter geht es zum Tempel Sensō-ji, der für seine zahlreichen bunten Souvenirgeschäfte und riesigen Lampions geschmückten Tempeltore bekannt ist.

Einen großartigen Ausblick auf die Stadt hat man übrigens auch im Asahi Beer Hall. Ganz oben im 22. Stockwerk kann man sich ein Bierchen gönnen und den Blick schweifen lassen.

Shibuya

Kulinarisch weiß man gar nicht, wo man beginnen und wo man aufhören soll. Die Stadt bietet für jeden das Richtige! In der Takeshi Street gibt verrückte Eisgeschäfte und Waffelläden.

Weiter südlich befindet sich die weltberühmte Shibuya Kreuzung, die täglich 15.000 Menschen pro Ampelphase überquert wird! Am besten schaut man sich das Treiben in der ersten Etage des Starbucks an.

Shibuya biste auch unzählige Bars und Clubs, die sogar an einem Sonntagabend brechend voll sind, wie das TK Shibuya.

Ginza

In Ginza befindet sich der ehemalige Fischmarkt, der nun jedoch nicht mehr nur noch Fisch und Meeresfrüchte. Ginza ist aber auch bekannt für die zahlreichen luxuriösen Shoppingcenter, wie das GSIX. 

Allgemein

Und so schön und faszinierend es an so vielen Ecken ist, so erschreckend und befremdlich sind andere wiederum. Viele Japaner verbringen Stunden, wenn nicht sogar den ganzen Tag in Spielotheken, sogenannte Pachinkos oder suchen Entspannung in Katzen-, Eulen-, oder Igelcafés. Oder man sucht sich direkt einen Welpen aus dem Glaskasten für daheim aus – was für eine Tierquälerei.

Und dann gibt es an so vielen Ecken viele Techfortschritte, wie beispielsweise das Hen Na Hotel. Hier gibt es kein Hotelpersonal, sondern nur Roboter an der Rezeption. Im Henna Café wird der Kaffee oder Tee von Robotern zubereitet und verkauft.

Ein absolutes Muss für jeden Technikfan ist der Besuch des im vergangenen Jahr geöffneten Digital Art Museum. Hier verbringt man locker einige Stunden und taucht in eine ganz andere, digitale Welt voller spannenden Themenwelten ein.

Teil 1: Lost in the Future
Teil 2: Kulinarische Highlights
Teil 3: SLUSH Tokyo 2019