Chicago – City of Winds

Chicago ist meist nicht die erste Stadt, an die man denkt, wenn man Amerika im Kopf hat. Meistens fallen einem zunächst Washington oder auch New York ein. Dabei ist Chicago oftmals ein beliebter Drehort für viele Serien oder auch Filme. Meine Middle America Tour beende ich in der „windigen“ Stadt, da ich mir das Beste zum Schluss aufbewahren wollte und weil es noch einen weiteren Grund gibt, warum ich überhaupt hier lande: der Laver Tennis Cup.

Fährt man Richtung Stadtinneres, so kommt man fast automatisch durch Chinatown, ein sehr belebtes Viertel. Hier konnte ich einfach nicht widerstehen und musste ein Mittagssnack zu mir nehmen. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, wurden daraus mehrere Suppen, Dim Sums oder andere Köstlichkeiten. Richtiges chinesisches Essen ist aber auch einfach verdammt lecker und schon mal eine gute Vorbereitung auf meine baldige Reise nach Shanghai.

Weiter geht es Richtung Hotel in Downtown, das historische 5* Viceroy Hotel liegt im Viertel Gold Coast, nur wenige Gehminuten von zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten der Magnificent Mile entfernt. Ich habe Glück und bekomme ein großartiges Zimmer, mit einer Wahnsinnsaussicht auf einige Wolkenkratzer, von denen es in Chicago einige gibt. Meinen Aufenthalt habe ich sehr genossen und anlässlich meines Geburtstags gab es auch Champagner und Trüffelschokolade mit Sektgummibärchen. Vielen Dank!

Wenn man mehrere Tage in Chicago verbringt und etwas von der Stadt sehen möchte, dann lohnt es sich in jeden Fall den Chicago Pass zu kaufen, weil man damit lange Warteschlangen umgehen kann und auch insgesamt bei den Sightseeing Spots einiges sparen kann. Leider habe ich es zeitlich nicht mehr geschafft, eine Architecture Boat Tour zu machen, die aber sehr empfehlenswert sein soll.

Stattdessen begab ich mich auf den Willis Tower und habe mir das ein oder andere Museum angeschaut. Ich kann nur sagen, es lohnt sich! Das Field Museum ist schon unglaublich, hier könnte man locker den ganzen Tag verbringen, da es einfach riesig groß ist und man an jeder Ecke faszinierende Exponate findet, wie lebensgroße Dinosaurierskelette oder Artefakte aus der Geschichte des Menschen.

Im Shedd Aquarium sieht man verborgene Meerestiere, wie seltene Fische und andere Unterwasserlebewesen. Im Planetarium ist man für paar Stunden in einer anderen Welt, genauer gesagt im Weltall, wo man erfährt, wie Sterne entstehen oder wie die neu entdeckten Planeten heißen.

Hat man keine Lust mehr auf Sightseeing, dann kann man auch gemütlich auf der Magnificant Mile flanieren und shoppen gehen.

Verstärkung gibt es in den leckeren Restaurants, egal ob günstiger Imbiss oder Sternerestaurant, für jeden ist etwas dabei. Wer gerne Hummer ist, der sollte in jeden Fall einen Besuch im Crab House abstatten, hier gibt es nämlich gigantischen Lobster. Ich wiederhole nochmal: GIGANTISCHEN Lobster!

Spannend zu sehen war der LAVER Cup, ein internationales Tennisturnier der Herren, bei dem jeweils Team Europa gegen Team World gegeneinander tritt. Im Team Europa spielen beispielsweise Tennisikonen wie Roger Federer,  Novak Đoković, Gregor Dimitrov oder aus Deutschland der Newcomer Alexander Zverev. Das Team World besteht z.B. aus Kevin Anderson und auch John Isner. Dabei ist dieses Turnier was ganz Besonderes, nicht nur weil die Elite des Tennissports vertreten ist, sondern das Turnier in einer Arena stattfindet und die Stimmung fast so gigantisch ist, wie beim Superbowl, nur in kleiner. Ich bin kein großer Tennisfan, aber die Spiele in Chicago haben mich absolut umgehauen und ich werde im nächsten Jahr sicherlich versuchen das Turnier wieder zu sehen – dann ist der Austragungsort Genf.

Abends erholt man sich nach einem anstrengenden Tag am Besten in einer der zahlreichen Rooftopbars der Stadt, bei denen ich mich nicht wirklich entscheiden konnte, welche mir am Besten gefallen hat. Das Nachtleben von Chicago hat einiges zu bieten und die Stadt muss sich definitiv nicht hinter New York und Co. verstecken!