San Blas Inseln – das muss das Paradies sein! | Panama

Langsam habe ich auch keine Lust mehr auf lange und anstrengende Wanderungen, sondern sehne mich nach mehr Strand und einfach nur relaxen.

So fahre ich mit dem Bus direkt nach Panama City und buche hier einige Nächte auf San Blas (oder auch: Guna Yala). Die Strecke dahin ist nicht ohne! Mit einem Jeep geht es zwei Stunden halbwegs normal Richtung Norden, die letzten beiden Stunden sind jedoch der absolute Horror. Ich fühle mich wie in einer Dauerschleife auf einer Achterbahn: es geht hoch und runter und in die nächste Kurve.

Als wäre das nicht genug, werden wir bei Ankunft in Cartí vom Inselchef abgeholt, der uns auf einen Boot nach Chichimne bringt. Es ist sehr stürmisch, es regnet in Strömen und ich bete eine Stunde lang, dass unser Boot nicht untergeht. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt, denn wir haben wirklich Glück mit unserer Insel. Die Bezeichnung Paradies ist eine Untertreibung!

  

Auf der Insel gibt es weder warmes Wasser, noch Internet und Strom nur zwei Stunden lang am Tag. Wir verbringen die Tage mit lesen, schnorcheln, Karten spielen und entspannen, soweit es bei den 36 Grad funktioniert. Außerdem unternehmen wir Touren zu einigen anderen Inseln die sich am Ende doch sehr ähneln, jedoch in der Sauberkeit und der Anzahl der Touristen unterscheiden.

Inbegriffen sind immer Frühstück-, Mittag- und Abendessen, die hauptsächlich aus Spiegeleiern, Brot, Huhn, Kochbananen, Reis und Salat bestehen. Wir hatten auch einmal frisch gefangen Fisch aus dem Meer. Alles sehr einfach zubereitet, aber dafür super lecker!

Insgesamt gibt es 375 Inseln die von dem Kuna Volk bewohnt. Die Kunas haben ihre eigene Sprache, Kultur und Religion und wollen keinen Massentourismus auf ihren Inseln, was ich absolut befürworte. An vereinzelten Inseln sieht man schon mal das ein oder andere Segelboot anlegen.

Eine Nacht lohnt sich auf keinen Fall, alleine schon preislich nicht. Ich empfehle daher mindestens zwei Nächte zu buchen (Anreise: 10-11 Uhr / Abreise 8 Uhr morgens). Für den klassischen Backpacker ist San Blas relativ teuer, wer sich aber etwas leisten möchte und einen nicht zu hohen Luxusstandard (z.B. Duschwasser ist gefiltertes Regenwasser) benötigt, der ist in diesem Paradies richtig aufgehoben.

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