Kroatien – Ein Land auf dem Balkan


Kroatien war im Vergleich zu Bosnien eine komplett andere Welt. Beide Länder liegen nebeneinander und doch sind sie so gegensätzlich. Nachdem es mit dem Mietwagen durch Mostar ging, erreichten wir nach zwei Stunden die Grenze zu Kroatien. Hier wird penetrant darauf geachtet, was für einen Ausweis man dabei hat und ob man illegales Gut transportiert.
 
Und siehe da: das Wetter wurde auf einmal auch deutlich besser. Hatten wir zunächst noch Temperaturen um die 10 Grad in Sarajevo, so waren es nun auf einmal rund 18 Grad. Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, empfehle ich unbedingt die Landstraße am Meer zu nehmen und nicht die Autobahn A1. Der Blick auf das Wasser und die Strände sind atemberaubend. Gerade zu der jetzigen Jahreszeit sieht man gar keine Touristen. Ich bin insgesamt auch mehr Fan von einsameren Strandbuchten.
 
Wer ganz viel Zeit hat, der sollte definitiv die Fähre nehmen und ein oder zwei Tage auf die Inseln Brač, Hvar oder Korčula fahren. Die Insel Brač besteht zum Beispiel aus Kalkstein, der vor rund 100 Millionen Jahren in der Kreidezeit entstanden ist. Das ist auf jeden Fall sehenswert!

 
Der schöne Küstenort Split ist die größte Stadt an der Adria, hier gibt es unzählige Restaurants und Weinkeller. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auf jeden Fall die Grgur-Ninski-Statue, die jedoch leider verhüllt war als ich dort war, oder der Glockenturm von St. Domnius – ein anerkanntes Weltkulturerbe der UNESCO. Wunderschön ist die Riva, eine Flaniermeile, auf denen ihr euch zwischendurch einen Kaffee in einen der zahlreichen Bars gönnen könnt oder ihr setzt euch einfach nur ans Wasser. Aber ein absolutes Sehens-Muss ist die Altstadt, die zur Hälfte vom Diokletianspalast eingenommen wird.

 
Am ersten Abend habe ich mich dort ziemlich verloren gefühlt, denn die Altstadt gleicht einem kleinen Labyrinth mit unzähligen kleinen Gassen, die teilweise in eine Sackgasse führen. Jugendliche machen sich den Spaß Touristen zu ärgern und zu erschrecken. Tagsüber ist es dort aber relativ harmlos.

 
Insgesamt hat es mir heir schon sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch einige Tage mehr verbracht. Im Vergleich zu Bosnien ist hier alles deutlich teurer, das fängt bei Eintrittsgeld in Kirchen an und hört bei teuren Klamottenläden auf. Man merkt in jedem Fall einen deutlichen Unterschied zu Bosnien was durch die Historie begründet ist. 
 
Auch zu Kroatien folgt noch ein Video, wenn ich wieder etwas mehr Zeit zum Schneiden habe!

Hier geht es zum Artikel: Sarajevo – Zurück zur Normalität.